Eklektisch einrichten

Wenn Kunden das erste mal durch meinen Showroom stöbern, sind sie oftmals fasziniert von der Fülle an Dingen, Stilen, Epochen und Farben. Ob ich denn “alles mögliche” sammle? Natürlich sammle ich nicht wild drauf los sondern lege Wert auf eine kuratierte Auswahl. Was aber durchaus richtig ist: Ich kombiniere gerne mutig und selbstbewusst.

Was ist das denn dann für ein Einrichtungsstil…?

Zusammenfassen lässt sich die Kombination unterschiedlicher Epochen, Länder und Stilrichtungen unter dem Begriff des Eklektizismus.
Wie man mit eklektischer Einrichtung tolle Effekte erzielen kann, aber Chaos vermeidet, erzähle ich Euch im folgenden Beitrag.

Was kann ich alles mit einbeziehen?

Alles und bitte wirklich alles, was einen Raum einrichtet und hübsch macht kann mit einbezogen werden:
Möbel, Accessoires, Leuchten, Wandfarben, Tapeten, Teppiche, Vorhänge, Kissen, Pflanzen und Blumen…
Es darf ganzheitlich und üppig gedacht werden.

Kann ich also alles mit allem kombinieren?

Die gute Nachricht: prinzipiell ja. Die schlechte Nachricht: man sollte sich schon Gedanken machen und eine Philosophie verfolgen, ansonsten wird es wahllos bis chaotisch. Die Kunst besteht darin, Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Einrichtungsgegenständen erkennbar zu machen und so seinen eigenen, persönlichen, eklektischen Stil zu kreieren. Verbindende Gestaltungsmerkmale sind zum Beispiel eine eindeutige Farbgebung, eine besondere Haptik der Gegenstände, hochwertige Materialien, die Wahl eines übergreifenden Themas, eine gemeinsame Herkunft der Einrichtungsgegenstände.

Ist experimentieren erlaubt?

Experimentieren ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht! Große Anschaffungen sollten natürlich weiterhin gut überlegt sein, doch neue Bezüge und Tapeten können mittels kleinerer Material und Stoffproben ein paar Tage bei unterschiedlicher (Licht-) Stimmung zu Hause ausgetestet werden.

Meine Tipps, die Euch dabei helfen, einen persönlichen Stil zu kreieren

Nur wenige Designstile mischen

Zwei bis maximal drei Designstile vertragen sich gut. Hier können insbesondere gegensätzlich erscheinende Paarungen spannende Kombinationen ergeben. Meine liebsten Kombinationen: Barock + Mid-Century Modern, Bauhaus + neuzeitlicher Scandi-Chic , Rokoko + Art Deco

Materialien wiederholen

Auch hier ist weniger mehr. Maximal sollten zwei Holzarten beziehungsweise Färbungen verwendet und bestimmte Stoffe und Webarten wiederholt aufgegriffen werden.

Ein gemeinsames Thema finden

Ob Flora und Fauna, die Côte d´Azur, knallige Farben oder Naturtöne… jeder hat ein bestimmtes Thema, eine Vorstellung, etwas wofür das Herz schlägt. So passt doch der Bambus-Servierwagen wunderbar zur Palmen-Tapete und der Leuchte mit Ananas-Fuß!

Vorhandene Möbel in einen neuen Kontext setzen

Möbel und Objekte können, in einem anderen Raum komplett anders wirken und spannende Brüche erzielen. Wie macht sich der Panton Chair aus dem Schlafzimmer am Biedermeier Esstisch?

Verbindende Elemente wählen

Soll sich der eklektische Einrichtungsstil durch alle Räume ziehen, helfen verbindende Elemente dabei einen Rahmen zu setzen und etwas Ruhe einzubringen. Beispielsweise können in jedem Raum die gleichen, bodentiefen Vorhänge aufgehängt, Gemälde aus unterschiedlichen Epochen im gleichen Rahmen präsentiert werden.

Bildquellen:

architecturaldigest.com
apartmenttherapy.com
freundevonfreunden.com

Eklektische Ideen aus meinem Onlineshop: