Holzlettern: Alte Plakatbuchstaben aus Holz – Alter Industriecharme in den eigenen 4 Wänden

Alte Plakatbuchstaben bzw. Holzlettern verkörpern eine Magie der alten Tage. Man kann sich bei Ihrem Anblick förmlich vorstellen, welches Handwerk hinter dem Druck von Büchern sowie bedruckten Materialien gestanden hat… Dieser besondere Charme aus industriellem Flair und purer Präzision der einzelnen Elemente, macht diese wunderbaren Teile zu ganz speziellen Einrichtungsgegenständen. Ob zur Akzentuierung oder zur Abrundung einer völlig anderen Stilrichtung – ich schwöre auf Ihre optische Wirkung!

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Hinter den so simpel ausschauenden Einzelteilen liegt eine beeindruckende Historie.

Die bis zu 100 Jahre alten Holzbuchstaben sind durch ihre Patina, die besondere Typografie und ihre Verarbeitung charakterisiert. Einige sind noch handgemacht, man kann die echten Spuren des Werkzeugs noch in der Oberflächenstruktur erkennen. Leider werden sie immer seltener entdeckt, da es kaum mehr Druckereien gibt, die diese Art von Buchstaben tatsächlich noch herstellen.

Bei dem von Gutenberg entwickelten Hochdruckverfahren für den Buchdruck mit beweglichen Lettern, wurden Bleiletter verwendet. Für großformatigen Druck, insbesondere dem Plakatdruck, waren die Bleibuchstaben allerdings zu teuer und zu schwer. Deshalb wurden die Buchstaben und Zeichen aus Holz angefertigt. Verwendet wurde Ahorn- oder besonders festes Birnen- oder Buchsholz. Das Holz musste sehr lange lagern und einen gewissen Alterungsprozess durchlaufen, bevor es für diesen Zweck verwendet werden konnte.

Spannend finde ich auch den Weg und den Entdeckungsprozess dieser besonderen Werkzeuge – es ist immer wieder beeindruckend, welche Verfahren vor dem Digitaldruck über Jahre eine tolle Berechtigung hatten.

Die ersten Holzlettern wurden von Holzschneidern hergestellt. Diese arbeiteten bis 1960 mit üblich Techniken, wie dem Bleischnitt, oder auch auf Holz. Dadurch konnten damals in den Setzereien, fehlende Einzellettern mit solchen Techniken ersetzt werden. Dies sieht man besonders in alten Schriftensammlungen.

Schon Anfang des 19. Jahrhunderts gründeten sich die ersten Firmen, die sich dem Plakatdruck annahmen. Isaac Merritt Singer entwickelte 1846 eine „Maschine zum Schneiden von Holz und Metall“, eine Weiterentwicklung des Pantographen für das Druckgewerbe. In Deutschland gab es nur wenige reine Holzschriftfirmen, aber ab Mitte des 19. Jahrhunderts nahmen Schriftgießereien, die vor allem Bleilettern herstellten, Holzlettern in ihr Produktionsprogramm auf.

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Die Buchstaben machen sich gut, aufgereiht in einem Regal, zusammengeklebt und aufgehängt, vielleicht in einem kleinen Rahmen oder als Element in einer großen Wandcollage oder als Stempel zum DIY. Man kann damit toll T-Shirts bestempeln oder auch einfach auf Papier drucken.

Ich als Schatzsucherin habe ein paar dieser Buchstaben auftreiben können. Sieh Dir meine Auswahl in meinem Onlineshop oder Showroom an! Komm vorbei!