Ran an die Wand – Bilder und Objekte richtig hängen

Was darf an die Wand?

Natürlich alles! Alles, mit persönlicher Bedeutung, mit Erinnerungswert…. Hauptsache, es gefällt. Das können neben klassischen Bildern, Zeichnungen, Drucken und Fotografien auch Gegenstände wie der Sonnenhut aus dem letzten Urlaub, Leuchtbuchstaben, ein getrockneter Brautstrauß, Uromas Lieblingsteller oder geknüpfte Wandbehänge (Wallhangings) sein.

Es anders machen!

  • Einen modernen Druck in einem antiken Rahmen präsentieren
  • Eine Fotografie nicht mittig zum Sideboard sondern an einer Aussenkante ausgerichtet aufhängen.
  • Das schöne, alte Landschaftsgemälde nicht zwischen vielen anderen verstecken sondern prominent über der am meisten frequentierten Türe aufhängen.
  • Statt Fließen viele kleine Bilder über der Küchenzeile anbringen.
  • Ein (wasserfestes) Bild ins Bad hängen.
  • Es gibt wunderbare Decken und Teppiche in schillernden Farben und in toller Handarbeit gefertigt. Warum diese nur mit den Füßen treten und nicht an die Wand hängen?

Hängungen

Die klassische Kantenhängung bei der Bilder und Objekte strikt nach Kante und in einem bestimmten Abstand aufgehängt werden, muss nicht weiter erklärt werden. Die etwas mutigeren Hängungen sind jedoch auch garnicht so schwer umzusetzen:
Petersburger Hängung oder Salon Hängung
Viele dicht platzierte Bilder bedecken eine Wand, gerne auch vom Boden bis zur Decke.
Die Petersburger Hängung funktioniert ohne Blickachsen benötigt jedoch eine Gemeinsamkeit wie zum Beispiel den gleichen Rahmen, Passepartouts oder ähnliche Formate. So kommt dann doch noch etwas Ruhe hinein.
Geometrische Hängung
Ähnlich wie bei der Petersburger Hängung gibt es keine Blickachsen oder einheitliche Abstände, eine Harmonie entsteht jedoch durch die Anordnung aller Bilder innerhalb einer geometrischen Form wie einem Rechteck, einem Oval oder einem Kreis. Im Kinderzimmer funktioniert das auch gut mit einem Baum oder einem Haus als „geometrischer” Grundlage.
Collage
Schöne Postkarten, Konzerttickets, Fotos und Kinderzeichnungen müssen nicht länger in einer dunklen Schachtel liegen. Daraus lässt sich wunderbar eine Collage basteln. Je nach Geschmack entweder thematisch (nur die Kinderzeichnungen, nur schwarz-weiße Ausrisse aus Zeitschriften) oder ganz wild.
Die Collage kann mittels einer Leinwand oder fest auf die Wand tapeziert angebracht werden.
Solitär
Ein großes Gemälde auf weißer Wand – damit macht man nichts falsch und das Bild wirkt bestimmt auch so schon gut. Eine wirklich umwerfende Wirkung lässt sich aber erreichen, wenn eine Farbe aus dem Bild für die dahinter liegende Wand aufgegriffen wird.

 

Quellen: http://www.sfgirlbybay.com, www.sightunseen.com

Die wichtigsten Tipps für die Umsetzung

  • Immer den ganzen Raum und nicht nur eine Wand im Blick haben.
  • Vorab ein Konzept für Motive und Rahmen (ähnliche Farbgebung, alles Schwarz-Weiß, ähnliche Rahmen und bunt gemischter Inhalt oder andersherum) oder Motto (Urlaubsstimmung, Lieblingskünstler, Architektur, Natur, meine wilde Familie…) überlegen.
  • Wer nicht einfach drauf loslegen möchte, fertigt aus Packpapier Dubletten der zu hängenden Rahmen und Objekte an und klebt diese mit einem Klebestreifen an die Wand. So kann die gewünschte Komposition ersteinmal ohne Bohren ausprobiert werden.
  • Einfach mal mutig sein.
  • Einfach mal loslegen.

Viel Spaß beim hämmern, bohren und austarieren!